AKTUELLE INTERVIEWS


Nachgefragt.

 

Ein Interview mit Stürmer Thorsten Mohr.

Unsere SVL-Online-Redaktion im Gespräch mit dem Schützenkönig des SVL und der Kreisklasse BII.

 

 

Hallo Thorsten, vielen Dank für deine Zeit. Zunächst gratulieren wir dir zum Torschützenkönig des SVL. Auch in der Kreisklasse B2 hast du dich mit dem ersten Platz (zusammen mit Pascal Fahrbach, SpG Sennfeld II/ Roigheim II) der Torschützen gekrönt. 20 Tore hast du erzielt, eine tolle Leistung, trotz der durchwachsenen Runde. Wie siehst du die abgeschlossene Saison beim SVL? 

 

Erstmal danke für die Glückwünsche, die an mich persönlich zum Torschützenkönig gehen. Die abgelaufene Saison beim SVL sehe ich als sehr durchwachsen an. Mit dem 8. Platz in der abgelaufenen Saison bin ich persönlich unzufrieden, zumal man vor einem Jahr die beiden Saisons davor noch um den Aufstieg gespielt hat. Gegen die guten Mannschaften in der Klasse konnten wir wenig holen und haben es versäumt unser Potential auszuschöpfen. Gegen die vermeintlich schwächeren Teams haben wir bis auf ein Spiel unser Soll erfüllt. 

 

 

Du bist eine feste Größe beim SVL, warst Spielführer, bist bester Torjäger und hast Landesligaerfahrung. Dein Weg kam vom FC Fraya Limbach über den TSV Rosenberg zu uns. Hast du vor, nochmals in einem anderen Verein zu spielen oder wirst du deinen Ruhestand beim SVL antreten? Wie wir wissen, bist du bereits fest in die Aktivitäten der AH integriert. 

 

Ruhestand ist gut :-). Mit meinen inzwischen 34 Jahren hab ich immer noch nicht vor, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Einen Wechsel ziehe ich auch nicht in Betracht auf meine alten Tage, zumal ich mich in Leibenstadt und dem Verein sehr wohl fühle und mit meinem Sohn auch immer meinen größten Fan an meiner Seite habe. Und auch in der AH fühle ich mich wohl und ich mag die "alten" Ex-Profis von Leibenstadt, die auch immer mit mir ins Gespräch gehen und Lob und Kritik für mich übrig haben, welche ich auch immer gerne annehme.

 

 

Noch eine abschließend Frage, wo siehst du den SVL mit dir in der kommenden Runde? Was kann euch wieder zu mehr Stabilität verhelfen?

 

Schwer zu sagen wo ich den SVL in der kommenden Runde sehe. Man muss abwarten, wie die zwei B-Klassen gelost werden und was da auf uns zukommt. Persönlich werde ich wie immer alles versuchen, dass der SVL gut da steht, doch entscheidend wird der Auftritt der gesamten Mannschaft sein. Fußball ist ein Mannschaftssport und ohne meine Jungs könnte ich auch keine 20 Tore schießen. Wir müssen einfach hart trainieren und vor allem auch mal die Zügel etwas straffen, da wir konditionell noch viel Luft nach oben haben. Wenn wir daran arbeiten und konzentriert bei der Sache sind, dann kommt sicher auch wieder etwas Stabilität zurück. Das Potential haben wir, jetzt gilt es einfach das umzusetzen und dann werden wir sehen, was in der nächsten Runde so alles passiert.

 

Vielen Dank für deine Zeit, Thorsten. Wir wünschen dir und der Mannschaft in der neuen Runde alles Gute und vor allem eine erholsame Sommerpause. 

 

31.05.2018

 


Nachgefragt.

 

Ein Interview mit Vorstand Marcel Zimmermann.

Unsere SVL-Online-Redaktion im Gespräch mit der sportlichen Verantwortung des SVL.

 

 

Marcel, die Spielzeit der 1. Mannschaft des SVL ist beendet. Wie lautet dein persönliches Fazit zur Saison 2017/18?

 

Das Ergebnis ist unter dem Strich ernüchternd. Nach der vergangenen Runde 16/17 mit Platz 6 wollten wir uns in der Tabelle um diese Position nach oben verbessern. Das ist uns leider nicht gelungen und so stehen wir auf Platz 9 mit gerade mal 26 Punkten. Dieses Ergebnis ist natürlich ernüchternd und entspricht nicht unseren Erwartungen. Es war für uns eine „verkorkste“ Saison.

Da startet man mit einem 3:1-Erfolg im Pokal gegen den Kreisligisten TSV Götzingen und dann beginnst du dein erstes Rundenspiel in „personeller Not“ mit einer derben Niederlage gegen den FC Walldürn II (4:1). Einige unserer Spieler waren hier durch Urlaub abwesend. Im dritten Spiel verliert man dann auch noch gegen den TSV Hardheim II (3:1), welcher in der Rückrunde die Mannschaft wegen Spielermangel abmelden musste. Dazu sage ich nur „verrückte Liga“. Zur Winterpause stehen wir dann gerade mal mit 10 mickrigen Pünktchen und 3 Siegen aus 11 Spielen da. Wir wussten, jetzt heißt es in der Rückrunde „Ergebniskosmetik“ betreiben. Diese ist uns auch etwas gelungen, denn wir konnten Pflichtsiege einfahren und unsere Chancen besser nutzen. Gegen die Favoriten sahen wir jedoch alt aus und konnten keine Akzente setzen. Platz 9 widerspiegelt nicht unser Können, jedoch unsere Form, die wir in dieser Saison nicht gefunden haben.

 

Was sagst du zur letzten Begegnung gegen den Meister TSV Oberwittstadt II. Was ist deine Meinung zu den Berichten in der Presse?

 

Wir haben hier glasklar verloren und das völlig zu Recht. Das Ergebnis fällt viel zu hoch für den Gegner aus und da verstehe ich die Rufe „Trittbrett zur Meisterschaft für den TSV“. Mit Schiebung hat das nichts zu tun. Wir wollten unser Spiel auf den Platz bringen und es dem TSV auch schwer machen. Immerhin hatten wir noch eine Rechnung aus der Vergangenheit in der Relegationsentscheidung offen. Leider mussten wir personell geschwächt nach Oberwittstadt fahren. Wir haben Spieler, die beruflich nicht anwesend sein konnten, ebenso auch verletzte und gesperrte Spieler. Somit musste sogar ich aus der zweiten Mannschaft aushelfen. Und da komme ich zu den Worten, die die Zeitungen berichtet haben. Es waren Zeilen wie „..mit der ersten Kapelle“ und „dass allerdings der TSV, eine zweite Mannschaft mit 11:1 gegen den SV Leibenstadt, eine erste Mannschaft gewinnt, ist doch ein wenig ungewöhnlich…“. Die haben in der Sportredaktion absolut gar nichts verstanden. Wir reden hier von einer Landesligareservemannschaft, welche auf der Erfolgswelle der ersten Mannschaft mitschwimmt. Der TSV II wird in der kommenden Saison übrigens mit Ballenberg in eine Spielgemeinschaft gehen, unser befreundeter Verein VfB Sennfeld ging mit dem SV Roigheim bereits in eine SpG. Was ist mit dem TSV Götzingen und dem VfL Eberstadt? Also da tut mir so eine Berichterstattung einfach nur leid für unseren Verein. Wir kämpfen seit Jahren um das Bestehen unserer Abteilung Fußball. Wir konnten den Kader vergrößern, Spieler für uns überzeugen und sogar eine zweite Mannschaft in Spielgemeinschaft melden. Jetzt fassen wir aus einem Pool von knapp 25 Spielern und das als einer der kleinsten Vereine im Kreis. Diese Situation grenzt an ein Wunder. Wir sind eigenständig und darüber natürlich auch stolz. Stand jetzt müssen wir uns nicht nach einem Partner umsehen, dies wird alleine die Zukunft zeigen, auch wenn wir in einer Liga spielen, in der uns die SpG’s umschwärmen. In der Spielordnung des badischen Fußballverbands steht im Übrigen, dass SpG’s nur im äußersten Notfall gebildet werden dürfen. Der liegt bei uns in der 1. Mannschaft absolut nichtvor. 

Eine solche Berichterstattung in der Zeitung finde ich persönlich sehr schade und parteiisch. Sollte die Zeitung doch froh sein, dass wir Vereine im Kreis diese mit Spielberichten versorgen. Was hat der Leser denn bitte noch vom Resort Sport? Einen Vorbericht der Kreisklasse B hat man in ein „Spiel der Woche“ dezimiert. Da sehe ich solch ein Statement einfach nur als Seitenhieb an.  Aber wir wollen jetzt nicht „jammern“ und als schlechter Verlierer dastehen. Der TSV hat zu Recht gewonnen und unsere Leistung war einfach zu gering gegen diese starke Mannschaft. Darum hat der TSV die Meisterschaft erreicht, denn die Mannschaft war besser als der Gegner aus Bödigheim.

 

Marcel, was wird sich bei euch in der kommenden Runde verändern. Habt ihr bereits konkrete Pläne und wie geht es weiter? 

 

Wir zerbrechen uns schon gefühlt seit der Vorrunde den Kopf, um die Situation zu verändern. Unsere verantwortlichen Abteilungsleiter sind mit dem Trainer, den Spielern und mir im engen Austausch. Die Trainerfrage diskutieren wir aktuell nicht. Bastian Kratzer hat einen laufenden Kontrakt bis Sommer 2019 und er ist mit Herzblut und Leidenschaft am Werk. Trotz beruflicher Terminbelastung hangelt er sich von Training zu Training. Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung, die beste vielleicht seit Bestehen des Vereins. Vermutlich hat das auch Auswirkungen auf die Trainingsqualität. Wie soll eine Person so viele „Schäfchen“ alleine lenken. Wir haben viele junge, talentierte Spieler, die einfach auch noch etwas geformt werden müssen. 

In der kommenden Runde und der Vorbereitung wollen wir diese Situation verbessern und schauen uns aktuell nach Verstärkung für Bastian um. 

 

Was das Transferfenster angeht haben wir bis jetzt keine planmäßigen Abgänge zu verbuchen. Geplant sind dagegen zwei Neuzugänge, welche ich hier aber noch nicht benennen möchte. Sollte alles in trockenen Tüchern liegen, können wir für die neue Saison wieder „Gas“ geben. Ziel der kommenden Runde ist „Stabilität und Eigenständigkeit, aber vor allem Spaß am Fußball“, damit kommt vielleicht auch wieder der Erfolg zurück. 

 

Meine Abteilungsleiter Jürgen Ilzhöfer, Ralf Becker und Harald Zimmermann machen ihren Job und sind unser zuverlässiges Herzstück. Sie kennen den SVL seit vielen, vielen Jahren und haben auch schon schlechtere Zeiten erlebt. Sie wissen was zu tun ist und holen auch mich immer wieder auf den Boden zurück. Darüber bin ich sehr dankbar. 

 

Was passiert mit eurer SpG Sennfeld III/ Roigheim III/ Leibenstadt II?

 

Aktuell läuft hier noch die Runde und wir stehen vor der letzten Begegnung gegen den TSV Merchingen. Sollten wir dieses Spiel gewinnen, haben wir 31 Punkte und Platz 7 erreicht. Das ist ein Ergebnis, welches unsere Erwartungen übertrifft. Das Projekt SpG war wieder ein voller Erfolg. Ziel ist es, die Spieler in unseren Reihen mit Spielpraxis zu versorgen, damit diese unsere „erste Kapelle“ (lacht laut) verstärken können. Zuletzt durch die 50%-Regel mussten wir etwas dezimiert an den Start gehen was natürlich für die kommende Runde auch eingeplant werden muss. Ebenfalls ist alles Abhängig von dem Erfolg der 1. Mannschaft der SpG Sennfeld/Roigheim. Sollte diese in die Kreisliga aufsteigen, wäre wohl eine Namensänderung in SpG Sennfeld III/Leibenstadt II notwendig. Mein Dank geht an die Vorstandschaft, Betreuer und Spieler des VfB Sennfeld für die tolle Zusammenarbeit. Ich vermute, dass wir Stand jetzt auch in der Spielzeit 18/19 wieder eine SpG als zweite Mannschaft des SV Leibenstadt melden werden. 

 

                                                                                                                                                                                                                             28.05.2018