PECH gehabt... 

 

Sport im Winter birgt erhöhte Gefahr. 

Ein jeder kennt es, ein falscher Schritt und schon hat man die Bescherung. Natürlich muss ein Fehltritt nicht immer gleich etwas Schlimmes sein. Doch sollte man diese Notfallmaßnahme unbedingt bei jeder Sportverletzung an Gelenken und Weichteilen anwenden. 

Gerade ein gefrorener, rutschiger Untergrund lässt uns schneller Bänder und Gelenke überdehnen. Fehltritte übertragen sich im schlimmsten Fall auf das ganze Bein und wirken sich auf Kreuzband und Menisken aus. 

 

EGAL WAS PASSIERT: 

Blau und dick ist nicht immer gleich "kaputt". Doch ohne Besserung sollte der Besuch beim Hausarzt/ Orthopäden Pflicht sein. Bis dahin gilt: "PECH gehabt". 

Eine simple Regel, welche auch bei uns im Spielbetrieb angewendet wird ist die PECH-REGEL. Wir erläutern Euch die SOS-Maßnahme und wünschen "Sicheren und gesunden Sport". 

 

Die PECH-Regel

 

Eine Verletzung ist schnell passiert. Dann sind die ersten Minuten entscheidend und können den anstehenden Heilungsprozess stark beeinflussen!

Als Erstversorgungsmaßnahme von Prellungen, Zerrungen und Bänderverletzungen kann man dem Merkwort PECH folgen. Egal ob im Training, Spiel oder bei einer privaten Laufeinheit. Der Ablauf der Erstversorgung hat entscheidenden Einfluss auf die anstehende Regenerationszeit und sollte daher nicht unterschätzt werden.

 

- Pause (Ruhigstellung)

- Eis (Kälteanwendung)

- Compression (Druckverband)

- Hochlagerung

 

 

PAUSE: 

Die Ruhigstellung der betroffenen Strukturen ist unbedingt notwendig. Folgt keine Pause und bleibt die Belastung bestehen, kann die Verletzung verschlimmert oder weitere Schäden hervorgerufen werden. Läuft der Kreislauf weiterhin auf ‚Hochtouren‘ werden Einblutungen wie z.B. Bandverletzungen verschlimmert. Das Risiko einer längeren Verletzungspause steigt folglich an!

 

Eis:

Die Kühlung der betroffenen Strukturen wirkt schmerzlindernd. Ein positiver Aspekt der Kühlung ist die Verengung der Blutgefäße. Denn somit werden Einblutungen wie beispielsweise bei Bänderrissen stark reduziert und die folgende Schwellung eingeschränkt.

Insbesondere die ersten 15 Minuten sind hier von Bedeutung und sollten unbedingt zur Kühlung genutzt werden! Dabei sollte das Kühlmittel (Eis, Eisbeutel usw.) nicht direkt auf die Haut aufgetragen werden, sondern die Haut stets bedeckt sein. Das Fußgelenk kann also durch den Stutzen gekühlt werden, um Verletzungen der Haut zu vermeiden.

 

Compression:

Ein Druckverband gibt den Strukturen Stabilität und verhindert schmerzhafte Bewegungen. Bedeutender ist allerdings die Einschränkung des Blutflusses durch den mit Druck angelegten Verband. Wie beim Kühlen ist auch hier das Ziel, Einblutung und Schwellung möglichst zu verhindern.

Der Verband ist druckvoll gewickelt, sollte allerdings keine Schmerzen bereiten - kommt ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln auf, muss der Verband direkt abgelegt werden.

Hinweis: Ist bei einer Bänderverletzung am Fuß kein Druckverband verfügbar, sollte der Schuh zuerst angelassen werden. So dient der Schuh als Mittel zur Kompression.

 

Hochlagerung:

Die Hochlagerung ist ein wichtiger Aspekt und sollte auch noch Stunden nach der Verletzung beibehalten werden. Sinn und Zweck ist es hier die Schwerkraft zu nutzen und somit den Blutfluss einzuschränken. Somit wird ein weiteres Einbluten in die beschädigten Strukturen und folglich auch eine größere Schwellung verhindert. Auch in der Nacht sollte eine Hochlagerung (z. B. mit Kissen) beibehalten werden.

 

(Quelle: DFB.de)